Mikrowelle
Mikrowelle
Aus kaum einer Küche ist sie noch wegzudenken, die moderne Mikrowelle, die das Leben für Singles, Großfamilien und Industrieköche seit Jahren gleichermaßen erleichtert.
Geschichte
Kaum zu glauben, dass die Mikrowelle schon wieder mehr als 50 Jahre auf dem elektronischen Buckel hat. Und wie so oft, wurde auch die Mikrowelle eher zufällig erfunden, als in der Tasche eines amerikanischen Radartechnikers während seiner Versuche im Jahre 1947 plötzlich ein Schokoriegel aufweichte. Nach einem ersten Modell, das mit seinen 350 kg Gewicht nur zur Herstellung von Popcorn genutzt wurde, interessierten sich zuerst die Flugzeughersteller sehr für die Methode, auf engsten Raum Gerichte und Menüs in wenigen Sekunden oder Minuten zu erwärmen. Für die Privathaushalte wurde die Mikrowelle erst ab 1974 interessant, weil die Geräte wegen der damals beginnenden Serienproduktion auch preislich attraktiver wurden.
Technologie
In der Mikrowelle wird mittels einer Magnetfeldröhre ein elektromagnetisches Feld erzeugt, dessen Polarität sich mehrmals in der Sekunde umkehrt. Auch die Teilchen innerhalb dieses magnetischen Wechselfeldes, also die Lebensmittel, ändern ihre Ausrichtung und geraten dadurch in Bewegung, was letztlich eine Erwärmung zur Folge hat.
Bauarten
Die heute gebräuchlichsten Modelle sind sicher die freistehenden Geräte, wie man sie in Millionen Haushalten überall auf der Welt findet. Die kleinsten Modelle haben einen Garraum von etwa 17 Litern Fassungsvermögen und verfügen über die klassische Erwärmfunktion, die über einen einfachen Timer an der Front bedient wird.
Etwas anspruchsvoller sind da Modelle, die zwischen 20 und 25 Litern aufnehmen können. Hier fallen auch die Bedienelemente (LCD-Anzeige, Touchbuttons) und die Funktionen (Auftauen, Erwärmen, Heißluftgrill) etwas großzügiger aus. Ferner sind derartige Modelle häufig in verschiedenen Farben erhältlich und eignen sich auch für einen Ein- bzw. Unterbau in die Küchenmöbel. Die Sichtfenster sind hier oftmals wesentlich größer und der Innenraum verfügt über eine Beschichtung aus Edelstahl.
Die hochwertigen Mikrowellen-Herde können aber selbst diese Vorzüge noch überbieten, indem sie mit einem Edelstahlgehäuse oder einem selbstreinigenden Innenraum glänzen. Auch in Großküchen stehen meistens derartig hochwertige Mikrowellen, die dann natürlich wesentlich größere Abmessungen haben.
Besonderheiten
Wenngleich die Mikrowellen heute ebenso weit verbreitet sind wie Kühlschränke oder Fernsehgeräte, so müssen im Umgang mit den praktischen Helfern dennoch einige Dinge beachtet werden. Nicht geeignet sind Eier (Explosion), Alkohol (Brandgefahr) sowie Teigwaren (werden klebrig). Auch ganz gleich ob Besteck oder Alufolie, Metall hat in der Mikrowelle nichts verloren, weil es Schmelzen kann, wobei eine Funkenbildung möglich ist. Akute Gefahr besteht dabei zwar nicht zwangsläufig, aber man sollte es auch nicht darauf ankommen lassen.






