Abizeitung – Erinnerung an die Schulzeit
Wie war das doch vor 30, 40 Jahren mit der Abizeitung ? Jeder wollte sie als bleibende Erinnerung haben, aber kaum einer beim Zustandekommen mitmachen. Und so bildeten einige unentwegte Hobbyjournalisten ein kleines, aber unentwegtes Redaktionstermin, welches zwischen Prüfungsstress und Abschlussfeiern in mühsamer Kleinarbeit versuchte, Originelles aus dem Schulleben zusammenzutragen und in Handarbeit ins Reine zu tippen, Fotos und Graphiken einzukleben und die Druckvorlagen vorzubereiten, die dann in Kleinstauflage gedruckt wurden. Damit war man auf örtliche Anzeigenkunden und großzügige Sponsoren angewiesen, um die Druckkosten zu senken.
Dank moderner Techniken ist das heute alles viel einfacher, und die Hemmschwelle, einen eigenen Beitrag für die Abizeitung zu leisten, ist nun deutlich niedriger. Den Umgang mit Internet, PC und einschlägigen Text- und Bildbearbeitungsprogrammen beherrscht wohl inzwischen jeder Schüler. Auch die Kosten lassen sich dadurch erheblich reduzieren. Neben der entsprechenden Software braucht man dann nur noch einen geeigneten Drucker und eine hochwertige Druckerpatrone und der professionellen Abizeitung steht nichts mehr im Wege.
Nichtsdestotrotz sollte man rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnen. Projektideen, originelle Ereignisse im Schulalltag, Porträts von Schülern und Lehrer, Fotos sollten bereits im Laufe des letzten Schuljahres zusammengetragen werden. Sicherlich wäre dies auch ein geeignetes Lernfeld – Projekt für integrierten Unterricht von Deutsch, EDV und Kunstunterricht. Die verschiedenen Aufgaben sollte auf viele Schultern verteilt werden. Es gilt Verantwortliche für Recherchen, Textumbruch und Layout, Bildbearbeitung, optische Gestaltung , Anzeigen- und Sponsorensuche und die Zusammenarbeit mit der Druckerei zu benennen. Ein kleines Redaktionsteam muss die verschiedenen Aufgaben koordinieren und die Einzelprojekte zusammentragen, damit der Überblick behalten und das Timing eingehalten werden kann.
Auch wenn die Abizeitung nur in recht kleiner Auflage gedruckt wird, es handelt sich um eine Veröffentlichung. Daher müssen alle Copy- und Urheberrechte beachtet werden, sonst kann es Abmahnungen geben mit entsprechenden Gebühren und Bußgeldern. Auch ein Impressum ist Pflicht, in dem “Ross und Reiter”, d.h. Verantwortliche für Text, Gestaltung und Vertrieb als Herausgeber benannt werden.
Die traditionelle Printausgabe einer Abizeitung wird oft ergänzt oder ersetzt durch Multimediaformate wie CD-ROM, DVD oder Internetseiten. Das eröffnet zusätzliche Möglichkeiten wie zum Beispiel die Einbindung von Grafikanimationen, Videoclips, Fotogalerien und Tondokumenten wie Lehrerinterviews, Mitschnitten von Ausflügen und Schulfeten.







